Valerie Schmiedecker 0660 5294835 - Lisa Grünberger 0676 9608367 - Miriam Braunstätter 0676 6604792

Elternbildung

Ein Gespräch kann helfen neue Perspektiven zu finden, die Bedürfnisse der Kinder besser zu verstehen und herauszufinden was mir selbst für meine Familie und meine Kinder wichtig ist.

Ein Kind zu bekommen macht unglaublich glücklich, doch es bedeutet auch viele Änderungen und Herausforderungen. Gerade wenn ein Kind nicht gut schläft, isst  oder viele Emotionen zeigt, weint und wütet.

Immer wieder kann es zu einer Phase kommen, entwicklungsbedingt oder durch äußere Einflüsse und Veränderungen, in der es helfen kann jemanden in die Familie zu holen.

 

Vieles was uns sehr anstrengt und manchmal ausweglos erschein, lässt sich ändern und neu gestalten. Dabei kann ein Gespräch mit einer Person außerhalb der Familie sehr hilfreich sein, um einen neuen Standpunkt einzunehmen, Muster und Verhaltensweisen neu zu überdenken.

Ich biete Begleitung für Eltern, Bezugspersonen und Familien an. Sowohl als Teil meiner EntfaltungsSpielraumRaum Gruppen, in der monatlichen Elternaustauschrunde als auch in Einzelgesprächen und Hausbesuchen.

 

 

Erfahrungsbericht

Als uns Valerie im Sommer 2012 besuchte, war meine erste Enkelin 7 Monate alt. Bis zu diesem Zeitpunkt, hatten ihre Eltern fast alles getan, damit sie nicht weint: sie herumgetragen, Musik vorgespielt, gesungen, geschaukelt, abgelenkt, gestillt und dergleichen mehr. In der Nacht wachte sie oft auf und weinte. Als uns Valerie die wichtige Funktion des Weinens erklärte, ließ ich meine Enkelin – unter den fachkundigen Anweisungen von Valerie – erstmals in meinen Armen weinen. Ehrlich gesagt, es war schon eine Herausforderung: sie bäumte sich auf, strampelte, schlug um sich, schrie aus Leibeskräften, schwitzte und ich war mir wirklich nicht sicher, ob ich das Richtige tat und ob ich das durchhalten würde. Die Erklärungen von Valerie waren für mich aber so nachvollziehbar und einleuchtend gewesen, dass ich beschlossen hatte, mich darauf einzulassen. Schließlich wurde das Weinen weniger und schwächer und nach mehreren phasenweisen Aufschluchzern, schlief meine Enkelin endlich ein. Ihr Gesichtsausdruck war so friedlich und entspannt, dass ich nun keine Zweifel mehr hatte, dass ihr das Weinen gutgetan hatte. Außerdem wachte sie in dieser Nacht nur einmal kurz auf. Seitdem hat sie immer wieder in meinen Armen und auch in den Armen ihrer Eltern weinen dürfen. Nun ist sie schon 5 Jahre alt und das Weinenlassen ist eine Selbstverständlichkeit geworden: Ich nehme sie auf den Schoß, halte sie in meinen Armen und warte, bis alle Tränen geweint sind. Am meisten begeistert mich am Weinenlassen, dass ich keine inkompetente Oma bin, die es nicht schafft, ihr Enkelkind zu beruhigen, sondern ganz im Gegenteil, dass durch mein aufmerksames Dasein das Kind genau das bekommt, was es braucht. Das fühlt sich echt gut und entspannend an! Danke Valerie, dass du dein Wissen weitergegeben hast – es hat unser Zusammenleben bereichert!

Trinken aus dem Glas macht Freude!

 

Selbständig Essen macht Freude!

 

 

Selbständigkeit am Wickeltisch macht Freude!

        

Erfahrungsbericht

Zwar habe ich schon länger von den Vorteilen eines Gitters gehört, hab aber eher immer gezögert mir eines anzuschaffen. Ich müsste es irgendwie doch auch so schaffen können. Bin ja nicht die Einzige mit zwei Kindern, oder?

So war ich dann immer eher nervös als entspannt mit den Kindern, da die Ältere (3 Jahre) öfters den Jüngeren von Beginn an kratzte, biss und gröber anfasste. Ich war immer auf der Hut, es könnte ja was passieren…und es waren dann auch immer die magischen Momente in denen ich mich umdrehte, wegging oder abgelenkt war, wo dann etwas passierte. Ich war immer zu spät dran, das störte mich sehr.

Da das Grobsein immer wieder Thema war, also eigentlich meine Wut darüber die Situation wieder nicht richtig eingeschätzt zu haben, stellte ich mir dann doch ein Gitter auf. Genau an den Platz wo der Jüngere sowieso seinen Ort im Wohnzimmer hatte. Ich musste also nichts groß umräumen oder Spielfläche verwenden.

Anfangs war mein Partner irritiert und hatte die neue Anschaffung Gefängnis genannt. Das wiederum brachte auch uns Eltern zum Reden und Nachdenken. Einen geschützten Raum, wo man nicht abgelenkt wird, hätten wir als Kinder auch sehr gerne gehabt. Quasi ein Studierzimmer, das zentral im Geschehen liegt. Wow

Und ich muss sagen, ich habe sofort Veränderungen festgestellt, seit wir das Gitter in Verwendung haben. Es hätte auch sicher schon viel früher für mehr Entspannung gesorgt.

Natürlich will die Ältere manchmal selbstständig hineingehen oder sie versucht über das Gitter zu kraxeln um zum Bruder zu gelangen, aber ich kann das registrieren! Auch wenn ich gerade mit dem Rücken zu ihnen stehe. Ganz einfach kann ich mich umdrehen und ihnen meine vollste Aufmerksamkeit schenken. Es kommt garnicht soweit, dass wer zu Schaden kommt. Manchmal stellt sie sich sogar ans Gitter und beobachtet den Kleineren für längere Zeit, was früher nicht war. Oder ich werde angesprochen “Mama, ich will reingehen”. Das gibt mir ebenfalls die Möglichkeit dabei zu sein. Wir können dann auch, wenn es passt, auch alle zusammen im Gitter sein.

Und andersrum habe ich das Gefühl, dass sich der Jüngere sehr wohl drinnen fühlt, geschützt und in Sicherheit. Wenn jemand zu ihm kommen möchte, kann er sich schon darauf einstellen und wird nicht aus heiteren Himmel herausgerissen. Jeder kann das Gitter benützen, wenn es frei ist, es ist nicht nur dem Jüngsten vorbehalten. Bin schon gespannt, wie es bespielt wird.

Es bleibt also sicher länger bei uns stehen.

 

Erfahrungsbericht

Meine Stillbeziehung hat zugegebenerweise nicht sonderlich romantisch begonnen – im Krankenhaus sagte man mir, ohne Stillhütchen würde ich es nicht schaffen, ich kam mir vor wie eine Milchkuh und als mein Sohn beim Trinken immer häufiger meinen Busen anschrie, pumpte ich kurzerhand ab und gab ihm die Muttermilch aus der Flasche!

Irgendwann und ohne es zu merken, lief es dann aber plötzlich – und es lief gut!

Wir stillten viel, nach Bedarf und zu jedem Anlass! Da mein Sohn zudem Essen in breiförmiger Form komplett verweigerte und von Beginn an Finger Food und davon nicht sonderlich reichlich essen wollte, fühlte ich mich mit dem Stillen zusätzlich versichert: Er ist gut versorgt!

Nach dem ersten Geburtstag meines Sohnes wurden die Abstill-Stimmen rund um mich immer lauter: Wie lang noch? Tut ihm das noch gut? Ist er nicht zu groß? Vor allem mein Partner wartete sehnsüchtig darauf, seinen Sohn “gleichberechtigt versorgen” zu können. 

Und ich? Stillte meinen Sohn weiterhin intensiv und häufig und nach Bedarf und zu jedem Anlass. Mit dem Unterschied, dass es sich zunehmend auch immer wieder übergriffig anfühlte – wenn er das T-Shirt selbstständig runterzog oder beim nächtlichen Dauernuckeln. Eingestanden habe ich mir das freilich nicht! Vor allem die Nächte wurden immer anstrengender, je älter er wurde. Zum Schluss hin wachte er alle 10-20 Minuten auf und wollte stillen. Da wir im Familienbett schliefen, schien mir das nicht problematisch, allerdings fand ich keinen erholsamen Schlaf mehr. Was ich jedoch fand: allerhand Gründe und “Ausreden” ihn weiter zu stillen! Der bevorstehende Flug, seine gute Gesundheit, sein Nähebedürfnis, das offensichtlich nicht anders gestillt werden konnte…

An einem Vormittag im Spielraum ermutigte mich Valerie, meinen Sohn nicht zu stillen, als er nach einem schreckhaften Moment weinend zu mir kam. Sie blieb neben mir, als ich es “aushielt” ihn weinend im Arm zu haben, ohne ihm die Brust anzubieten. Er beruhigte sich und spielte weiter.

Am Heimweg brach ich in Tränen aus und diese Traurigkeit sollte länger nicht vergehen und dennoch: ich stellte mir so wichtige Fragen: War er es, der noch stillen wollte oder war ich es, die nicht loslassen konnte? Ich hatte mir diese Frage zuvor nicht gestellt, da ich immer davon ausging, dass ich das alles für meinen Sohn tat.Ich bot ihm nun die Brust nicht mehr an und: er kam nicht mehr von selbst! Ich wusste also: Ich darf traurig sein! Es war GROSSE Trauer die ich empfand. Ich wollte nicht, dass diese Zeit vorbei war! Ich war wehmütig und wahnsinnig ängstlich zu gleich! Würde ich ihn gut versorgen können?!

Aber es war klar: ICH war traurig, mein Sohn war bereit für den neuen Weg!

Mein 13 Monate alter Sohn und ich stillten binnen 2 Tagen ab und führen seither eine wundervolle, neue Beziehung! Mein Sohn kommt nun in meine Arme oder meinen Schoß, um sich seine Ration Zuneigung abzuholen und schläft, außer es geht ihm schlecht, mit größter Freude in seinem neuen Floorbed.

Ich bin sehr dankbar für diesen Anstoß, den ich im Spielraum bekommen habe und dass Valerie mich dabei wertschätzend und nicht wertend unterstützt hat!

 

Interview Valerie Schmiedecker 06. Juli 2011

Web-Link Interview Valerie Schmiedecker 06. Juli 2011

 

06. Juli 2011

Im Gespräch mit Gabriele Ebmer gibt Valerie Schmiedecker ihre Erfahrungen im Bereich der Kinderentwicklung- und Pädagogik weiter.

Zentrales Thema und Anliegen der jungen Mutter ist der respektvolle Umgang mit Menschen, insbesonders mit  Babys und Kleinkindern. Als wichtige eigene Ausgangserfahrung schildert sie ihre „Sozialisation“ in einem alternativen Projekt, der „Lernwerkstatt Pottenbrunn“, wo ein achtsamer Umgang mit den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen zur selbstverständlichen Basis der Bildungsarbeit zählte.
Ein begonnenes Studium unterbrach sie zugunsten der Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln -ua. in Berlin in einem Kinderheim, das nach den Grundsätzen von Emmi Pikler arbeitete. Ebenso wie die Kinderärztin versucht auch Valerie Schmiedecker ihren Sohn zum Maßstab aller theoretischen Erkenntnisse in Hinblick auf deren Sinnhaftigkeit zu machen – und von und mit ihm zu lernen.

Moderation und Sendungsgestaltung: Gabriele Ebmer